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Drei Stunden können eine sehr lange Zeit sein. Gibt es auch einen Akut-Notruf?

Nein, die Möglichkeit für einen aktiven Akut-Notruf, um in einem kürzeren Zeitraum als drei Stunden Begleitschutz zur Verfügung stellen zu können, falls sich jemand unmittelbar bedroht fühlt, steht derzeit noch nicht zur Verfügung. Ein solcher Notruf benötigt – genau wie bei Rettung und Feuerwehr – weitaus mehr couragierte Menschen auf engerem Gebiet und befindet sich erst im Aufbau.

Was passiert mit meinen Daten?

Im Anschluss an die durchgeführte Begleitung, d. h. sobald der Klient bzw. die Klientin sicher am Zielort eingetroffen ist und eine entsprechende Mitteilung bei der Zentrale eingetroffen ist, erhält die zuvor begleitete Person eine Info sowie die Benachrichtigung, dass ihre Nummer aus dem System gelöscht wird. Da wir für die Begleitung weder den Namen noch sonstige personenbezogene Daten benötigen und die Personal Security Chaperones nur mit dem Inhalt der Nachricht (Abholort, Abholzeit, Zielort und persönliches Kennwort) arbeiten, braucht lediglich die Handynummer aus unserem Verlauf gelöscht werden.

Sollten wir die Erlaubnis für eine Speicherung erhalten, verwenden wir die Telefonnummer ausschließlich für Vereinszwecke, um bspw. Informationen über Veranstaltungen und Spendenaktionen zu versenden. Gespeicherte Telefonnummern werden aber auch in diesem Fall selbstverständlich niemals an Dritte weitergegeben!

Gefährdet der Verein Weisser Flügel e.V. mit seinem kostenlosen Begleitdienst Jobs?

Nein. Der Weiße Flügel ist nicht mit dem Ziel angetreten, bestehende Jobs zu ersetzen oder diese auch nur infrage zu stellen. Personen, die allein auf offener Straße unterwegs sind und dadurch evtl. in unsichere bzw. potenziell gefährliche Situationen geraten, könnten sich ohnehin keinen gewerblichen Schutz leisten oder sie würden ein eigenes Fahrzeug bzw. ein Taxi benutzen. Für einen gewerblichen Begleitschutz muss man in den Nachtstunden pro Security rund EUR 70,–/Std. bezahlen. Außerdem sind gewerbliche Personenschützer, also die gemeinhin als „Bodyguards“ bezeichneten Profis, eher für jene Menschen da, die vor Attentaten oder vor wütenden Mobs Angst haben müssen.

Lehnt ihr auch Begleitschutz für gewisse Personen ab?

Ja, das machen wir allerdings. Sollten wir bemerken, dass ein gewerblicher Sicherheitsdienst notwendig wäre, beispielsweise bei Politikern oder bei Menschen, die massiv in der Öffentlichkeit stehen und bei denen die Gefahr eines Attentates oder dergleichen augenscheinlich ist, lehnen wir einen Begleitschutz für die betreffende Person auch ab. Dafür reicht die Ausbildung unserer Personal Security Chaperones nicht aus.

Menschen, die dem Verein willentlich geschadet haben, sowie Menschen, die sich in Begleitung unserer PSCs „stärker“ fühlen und dann bewusst Streit suchen, scheiden ebenfalls aus. Und falls ein Klient bzw. eine Klientin – aus welchen Gründen auch immer – einen PSC beleidigt oder die Sicherheit der Begleitperson aufgrund des eigenen Verhalten gezielt und absichtlich massiv gefährdet, wird der Einsatz sofort abgebrochen. Sollte dies der Fall sein, raten wir zur Kontaktaufnahme mit der Polizei.

Was hat euch motiviert, den Verein Weißer Flügel zu gründen, und wie lange gibt es euch schon?

Die Motivation waren persönliche Erfahrungen im Bekanntenkreis. Die Idee für die Gründung des Vereins wurde bereits 2013 geboren, tatsächlich gegründet wurde der Verein Weißer Flügel e.V. aber erst im Jahr 2015.

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